18 Ellenberg, Ludwig; Bergemann, Anneliese
(Hg.): Entwicklungsprobleme Costa Ricas. 1990. 338 S., 16 EUR, ISBN 3-88156-472-1
19 Sturmann, Uwe: Bildung, Berufsbildung...
und was dann? Angepaßte Handwerkerausbildung für den ländlichen
Raum – die Youth Polytechnics in Kenia. 1990. 261 S., 14 EUR, ISBN 3-88156-473-X
20 Hillen, Peter (Hg.): Im Schatten des Wachstums.
Arbeits– u. Lebensbedingungen in der Côte d'Ivoire. 1990. 300 S.,
20 EUR, ISBN 3-88156-481-0
21 Isbrand, Silke; Lübke, Gertrud; Mock-Bieber,
Elisabeth (Hg.): Selbstbestimmt und solidarisch – 9 Fallstudien über
Selbsthilfe in Asien, Afrika und Lateinamerika. 1990. 246 S., 14 EUR, ISBN
3-88156-489-6
»Wie ein gut belegtes und klar argumentierendes
Register eben jener hoffnungsvollen, aber auch widersprüchlichen Aspekte,
denen Selbsthilfeförderung sich stellen muss.« (Claudia
von Braunmühl, »Vehement« 1992)
22 Augel, Johannes (Hg.): Zentrum und Peripherie.
Urbane Entwicklung und soziale Probleme einer brasilianischen Großstadt.
1991. 250 S., 14 EUR, ISBN 3-88156-514-0
Am Beispiel der Zweimillionenstadt Salvador
do Bahia werden die im Stadtzentrum und den randstädtischen Massensiedlungen
untersuchten gravierenden sozialen Defizite in den Gesamtzusammenhang städtischer
Entwicklung gestellt. Die ehemalige Landeshauptstadt ist bis heute Inbegriff
einer alten, portugiesisch und afrikanisch geprägten Kolonialstadt,
moderne Großstadt und Zentrum regional und national bedeutender Industrie.
Das alte koloniale Stadtzentrum degradierte zum Slum. Der Verstädterungsprozeß
selber wurde zum Faktor zunehmender sozialer Polarisierung. Die Themen
Frauenarbeit, Marginalisierungsprozesse und Prostitution kommen ebenso
zur Sprache wie Wohnungsnot und verschiedene Ansätze zur Selbsthilfe.
23 Elborgh, Katrin; Feldmann, Peter (Hg.):
Rückkehr – ohne Aussicht auf Erfolg? 1991. 181 S., 12 EUR, ISBN 3-88156-534-5
In kaum einem anderen Bereich der Entwicklungszusammenarbeit
ist die Erfolgskontrolle der Maßnahmen so schwierig wie in Programmen
zur »Fortbildung von Fach- und Führungskräften aus der
Dritten Welt«. Jede Untersuchung, die sich mit Langzeitwirkungen
der Maßnahmen auf den Entwicklungsprozeß eines Landes beschäftigt,
gerät zwangsläufig in den Bereich der Spekulation. In diesem
Band sind Interviews ausgewertet, die mit Experten in den Institutionen
und mit ehemaligen Teilnehmern von Fortbildungsmaßnahmen der BRD
in Brasilien, Madagaskar und Tansania geführt wurden. Vor allem wird
der Frage nachgegangen, welchen Stellenwert die Auslandsfortbildung nach
Einschätzung der Stipendiaten hat.
24 Feldmann, Peter; Gruszczynski, Ariane;
Overwien, Bernd (Hg.): Was boomt im informellen Sektor? Berufsbildung im
informellen Sektor: Beispiele aus Afrika, Asien und Lateinamerika. 1992.
238 S., Vorwort von Bernd Schleich. 14 EUR, ISBN 3-88156-545-0
Immer mehr Menschen müssen in der »Dritten
Welt« ihr Überleben außerhalb der formellen Ökonomie
sichern. In ungeschützten Beschäftigungsverhältnissen arbeiten
sie – fern von sozialer Absicherung und staatlicher Kontrolle – häufig
unter starkem Konkurrenzdruck, mit geringen Hilfsmitteln unter prekären
Bedingungen. Kann Berufsbildung in diesem Bereich zu einer Verbesserung
der Lebenssituation beitragen?
25 Kreischer, Jörn; Müller-Rockstroh,
Peter; Lindenthal, Roland (Hrsg): Malaysia zwischen Mohammed und Microchip.
Sektorale Fallstudien zur Ökonomie eines multiethnischen Schwellenlandes.
1992. XVI, 210 S., 14 EUR, ISBN 3-88156-575-2
Malaysia ist, trotz seiner ethnischen Heterogenität,
ein politisch stabiles und wirtschaftlich erfolgreiches »Schwellenland«.
Jedoch wurde ein hoher Preis dafür bezahlt. Die Bevölkerungsmehrheit
der Malaien wird ökonomisch und politisch gezielt privilegiert, die
tropischen Regenwälder Sarawaks werden – v. a. unter dem Druck japanischer
Rohstoffinteressen – ausgebeutet.
Fallstudien zu Teilsektoren der Ökonomie – binnenmarktorientierte
Produktion am Beispiel Reis, exportorientierte am Beispiel Kakao, Rohstoffgewinnung
und –vermarktung am Beispiel Holz, moderne Industrieentwicklung am Bei-spiel
Autoproduktion – problematisieren diesen Entwicklungsweg. Der Band faßt
Studienberichte des ASA-Programms zwischen 1987 und 89 zusammen.
26 Häusler, Nicole; Kamp, Christina;
Müller-Rockstroh, Peter; Scholz, Wolfgang; Schulz, Barbara E. (Hg.):
Unterwegs in Sachen Reisen: Tourismusprojekte und Projekttourismus in Afrika,
Asien und Lateinamerika. 1993. 401 S., 21 EUR, ISBN 3-88156-579-5
Zum Reisen gehört dessen Kritik, auch
die Selbstkritik der Reisenden, erst recht beim grenz- und kulturenüberschreitenden
Tourismus in die sogenannte Dritte Welt, Entwicklungs- und Projekttourismus
einbezogen. Reisen in die Länder Afrikas, Asiens und Lateinamerikas
haben stark zugenommen, immer mehr beteiligen sich auch Eliten und Mittelschichten
dieser Länder selbst. Kulturelle Traditionen, religiöse Riten,
ökologische Schönheiten, Feste und Tänze verlieren ihren
authentischen Wert und werden zu touristenorientierten »Angeboten«
innerhalb eines wachsenden Dienstleistungssektors, oft mit schwerwiegenden
Folgen. Dieser Band versammelt kritische Analysen und Fallstudie zu dieser
Entwicklung aus unterschiedlichen Ländern und lässt dabei
auch die Beteiligten und Betroffenen zu Wort kommen.
27 Fiege, Karin; Zdunnek, Gabriele (Hg.):
Methoden. Hilfestellung oder Korsett? Erfahrungen mit empirischer Sozialforschung
in Afrika, Asien und Lateinamerika. 1993. 196 S., 15 EUR, ISBN 3-88156-605-8
»Als ich noch ein ernsthafter junger
Student in London war, meinte ich vor meiner Abreise noch einige Ratschläge
bei erfahrenen Feldforschern einholen zu müssen. Zuerst suchte ich
Rat bei Westermarck: ›Unterhalten Sie sich mit einem Informanten nicht
länger als 20 Minuten. Sollten Sie sich bis dahin noch nicht langweilen,
dann tut er es‹, war alles, was er mir sagte. Seligman riet mir, jeden
Morgen zehn Körner Chinin einzunehmen und mich von Frau-en fernzuhalten.
Der berühmte Ägyptologe Sir Flinders Petrie sagte mir nur, ich
könne ohne weiteres schmutziges Wasser trinken, da man dagegen schnell
immun werde. Schließlich fragte ich Malinowski und erhielt als Anwort,
ich solle kein verdammter Idiot sein.« (Evans-Pritchard 1988)
»Neben eher reflexiv gehaltenen Beiträgen
auf wissenschaftstheoretischer Ebene liegt der Schwerpunkt auf Problemen,
die bei Feldaufenthalten aufgetreten sind. Gerade diese Beiträge,
aus denen oftmals die Naivität der ›Feldnovizen‹ spricht, machen das
Buch insgesamt sehr lesenswert und aufgrund ihrer Anschaulichkeit gut brauchbar
als Diskussionsgrundlage in Vorbereitungsseminaren zu Feldforschungsaufenthalten.«
(Peripherie 53/1994)